IN 6 KONZERTEN
UM DIE WELT


Frei nach Jules Verne: Eine opulente musikalische Reise um die Welt. Anlässlich einer Ausstellung in Baden startet der Zyklus mit der «Sehnsucht Fliegen» und führt von Wettingen aus auf alle Kontinente. Die Konzerte verknüpfen die Tradition der europäischen Musik mit Musik, die andere Erdteile widerspiegelt oder aus der dortigen Erfahrung ihre Magie schöpft. Und für die Rückkehr nach Europa bürgt Ludwig van Beethoven und mit Viktoria Mullova eine der grossen Geigerinnen der Gegenwart.

Freitag, 21. Oktober 2011, 20 Uhr

1 SEHNSUCHT FLIEGEN

Maria C. Schmid, Sopran - Adrienne Soós und Ivo Haag, Klavier - Christian Hartmann, Andras Berger und Klaus Schwärzler, Schlagzeug

Musik von Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Igor Markevitch

Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit. Aus Anlass einer Ausstellung im Historischen Museum Baden zu Schweizer Flugpionieren evozieren sechs Musikerinnen und Musiker diesen Menschheitstraum auf der Bühne des Margeläckers. Die «Flügel! Flügel! Um zu fliegen über Berg und Tal» beschwören Robert Schumann, Franz Schubert und Johannes Brahms in romantischen Liedern. Dramatischer Höhepunkt: der Flug des Ikarus, in der kongenialen Vertonung für zwei Klaviere und drei Schlagzeuger des legendären Dirigenten und als Komponist fast vergessenen Igor Markevitch.

 

Freitag, 11. November 2011, 20 Uhr

2 ASIEN

See Siang Wong, Klavier - First European Chinese Ensemble ZHDK - Yang Jing, Pipa und Leitung

Musik von Claude Debussy, Maurice Ravel und für Chinesisches Ensemble

Asiatische Musik war für europäische Musiker erstmals an der Pariser Weltausstellung von 1889 zu hören. Klavierstücke wie Claude Debussys «Pagodes» zeugen vom berauschenden Eindruck dieser Erlebnisse: in Wettingen interpretiert vom niederländischen Pianisten chinesischer Herkunft, See Siang Wong. Kombiniert wird dieses Rezital mit Stücken für Chinesisches Ensemble – das erste europäische Ensemble dieser Art wurde von der herausragenden chinesischen Pipa-Spielerin Yang Jing an der Zürcher Hochschule der Künste gegründet.

 

Freitag, 9. Dezember 2011, 20 Uhr

3 AMERIKA

Bündner Kammerphilharmonie - Sebastian Tewinkel, Leitung

Musik von Charles Ives, Aaron Copland, Samuel Barber und Astor Piazzolla

Samuel Barbers berühmtes «Adagio» für Streicher ist eines der meistgespielten klassischen Musikstücke überhaupt – es darf auch in diesem Programm nicht fehlen und öffnet die Tür zu weiteren Highlights der amerikanischen Musik für Kammerorchester. Unter der Leitung von Sebastian Tewinkel zelebriert die Bündner Kammerphilharmonie Aaron Coplands «Appalachian Spring» ebenso wie Charles Ives «The Unanswered Question». Von den USA schweift der Blick schliesslich nach Latein- und Südamerika: Mit Coplands «Lateinamerikanischen Skizzen» und zwei Tangos von Astor Piazzolla.

 

 

 

 

 

Freitag, 13. Januar 2012, 20 Uhr

4 AFRIKA

Kammertrio Zürich: Bruno Meier, Flöte; Nicolas Corti, Viola; Han Jonkers, Gitarre
Trio Arc: Ardina Nehring, Violine; Jan Nehring, Violoncello; Irina Chkourindina, Klavier


Musik von Wolfgang Amadé Mozart, Samuel Coleridge-Taylor, Camille Saint-Saëns, Paul Hanmer und Scott Joplin

Verborgen sind die Berührungspunkte des afrikanischen Kontinents mit der europäischen klassischen Musik. Zwei etablierte Schweizer Trios beginnen die musikalische Erkundungsreise mit Mozarts «Zauberflöte» und ihren Bezügen zur Pharaonenzeit und bei Camille Saint-Saëns, der eine «kongolesische Vision» komponierte. Musikalische Wurzeln des Schwarzen Kontinents scheinen auf in spätromantischen Stücken des schwarzen amerikanischen Komponisten Samuel Coleridge-Taylor und in den legendären Ragtimes von Scott Joplin. Und als Dessert: Ein für die Wettinger Kammerkonzerte komponiertes Trio des südafrikanischen Jazzkomponisten Paul Hanmer.

 

Freitag, 9. März 2012, 20 Uhr

5 EUROPA

Viktoria Mullova, Violine - Kristian Bezuidenhout, Hammerflügel

Musik von Ludwig van Beethoven

«Mitunter hat man das Gefühl, der klassische Musikbetrieb bestehe nur noch aus großartig aussehenden und genauso großartig spielenden jungen Geigerinnen», schrieb die deutsche ZEIT vor kurzem: «Darüber wird gerne vergessen, dass es auch Geigerinnen gibt, die inzwischen nicht mehr ganz so jung sind und gerade deshalb womöglich noch großartiger spielen. Viktoria Mullova hat nichts von ihren Fähigkeiten eingebüßt. Ihr großer, herber Geigenton, ihr zupackendes Temperament, der interpretatorische Ernst – das alles überzeugt noch immer.» Gemeinsam mit dem südafrikanischen Pianisten Kristian Bezuidenhout gastiert die russische Geigerin in Wettingen mit Beethovens Violinsonaten – stellvertretend für «Europa» und zweifellos ein weiterer musikalischer Höhepunkt in der Geschichte der Wettinger Kammerkonzerte.

 

Freitag, 30. März 2012, 20 Uhr

6 AUSTRALIEN

casal Quartett - Matthias Müller, Didgeridoo - Collegium Vocale Lenzburg - Thomas Baldinger, Leitung

Musik von William Byrd, Wolfgang Amadé Mozart, Peter Sculthorpe, Sarah Hopkins und Stephen Adams

Kurz nach 1600 entdeckten holländische Seefahrer die «terra australis», doch es dauerte noch anderthalb Jahrhunderte, bis James Cook in der Gegend des heutigen Sydney australisches Territorium betrat. Mit einem Madrigal aus der Zeit um 1600 und Mozarts im Jahr von Cooks Landnahme 1770 geschriebenem ersten Streichquartett werden diese Ereignisse symbolisiert. Die Weite und die Erfahrungen des fünften Kontinents manifestieren sich sodann in spektakulären Quartett- und Chorkompositionen von Peter Sculthorpe, Sarah Hopkins und Stephen Adams.